Gesetzliche Grundlagen für die betriebliche Gesundheitsförderung

 

Ein kurzer Überblick für Unternehmer zu den Regelungen aus § 3 Nr. 34 EStG und aus § 20 SGB V

 

Wenn Arbeitgeber ihren Mitarbeitern "etwas Gutes tun" wollen, bleiben Arbeitgeberleistungen zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes und der betrieblichen Gesundheitsförderung bis zu 500 EUR je Mitarbeiter/-in und Jahr steuer- und sozialversicherungsfrei (§ 3 Nr. 34 EStG; § 52 Abs. 4c EStG). 

Bis zu diesem Betrag entfällt die Prüfung, ob die Arbeitgeberleistung "im überwiegend betrieblichen Interesse" liegt und damit steuerfrei ist. Auch wenn die Aufwendungen höher sind, bleiben sie steuerfrei. 

Unter die Steuerbefreiung fallen insbesondere die Leistungen, die im § 20 SGB V für die betriebliche Gesundheitsförderung (s. Präventionskurse) aufgeführt sind.

 


Rückenbeschwerden sind heute mit die häufigste Krankheitsursache. Viele Arbeitgeber versuchen deshalb seit Jahren, durch Gesundheitsförderung und Prävention etwas für ihre Mitarbeiter/-innen zu tun und so die Ausfallzeiten zu verringern. So bieten sie den Mitarbeitern beispielsweise die Möglichkeit, an Rückentrainingsprogrammen teilzunehmen und übernehmen dafür die Kosten.

 

Anerkannt vom Bundesfinanzhof (BFH) sind z.B.: 

o Aufwendungen des Arbeitgebers für  Massagen der Mitarbeiter/-innen.  Eine Firma hat z.B. auf eigene Kosten einen Therapeuten beauftragt, um die an Computer-Arbeitsplätzen tätigen Mitarbeiter/-innen zu massieren. 

o Aufwendungen des Arbeitgebers für  Rückentrainingsprogramme  der Mitarbeiter/-innen.

 

Beides dient dazu, Fehlzeiten infolge von Rückenleiden zu verringern und dadurch die Kosten und den Arbeitsablauf günstig zu gestalten. Der BFH hat entschieden, dass die Kostenübernahme aus überwiegend eigenbetrieblichem Interesse erfolgt. Es liegt kein geldwerter Vorteil vor, der zu versteuern wäre.